Elektrik/Laderegler/Beleuchtung

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Version vom 11. August 2020, 11:44 Uhr von Sbarthel (Diskussion | Beiträge) (→‎USB Ladeschaltung für die Bremslichtspule)
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Klemmenbezeichnungen

  • 1 - Klemme an der Zündspule. Kabel führt zum Unterbrecherkontakt bzw. Zündsteuergerät
  • 4 - Hochspannungsleitung von der Zündspule zum Zündverteiler.
  • 15 - geschaltetes Plus vom Zündschloss|Zündstartschalter
  • 15a - Ausgang am Vorwiderstand zu Zündspule und Starter
  • 30 - Plusleitung direkt von der Bleiakkumulator|Batterie
  • 31 - Minusleitung direkt von der Batterie oder Fahrzeugmasse
  • 49 - Eingang Blinkgeber
  • 49a - Ausgang Blinkgeber
  • 49b - Ausgang zweiter Blinkgeber
  • 49c - Ausgang dritter Blinkgeber
  • 51 - + Gleichrichter Generator
  • 53 - Eingang Scheibenwischer|Wischermotor Plus
  • 54 - Bremslicht
  • 54g - Nebelschlussleuchte
  • 55 - Nebelscheinwerfer
  • 56 - Scheinwerferlicht (Eingang Umschaltrelais)
  • 56a - Fernlicht und Kontrollleuchte
  • 56b - Abblendlicht
  • 56d - Lichthupe
  • 58 - Standlicht|Begrenzungs-, Kennzeichen-, Instrumenten-, Schlussleuchten
  • 71 - Horn
  • 75 - Autoradio / Zigarettenanzünder

Schalter

  • 81 - Eingang am Schalter (Wechsler/Öffner)
  • 81a - 1. Ausgang am Schalter (Wechsler/Öffner)
  • 81b - 2. Ausgang am Schalter (Wechsler/Öffner)
  • 82 - Eingang am Schalter (Schließer)
  • 82a - Erster Ausgang am Schalter (Schließer)
  • 82b - Zweiter Ausgang am Schalter (Schließer)
  • 83 - Eingang am Schalter (Mehrstufenschalter)
  • 83a - Erster Ausgang am Schalter (Mehrstufenschalter)
  • 83b - Zweiter Ausgang am Schalter (Mehrstufenschalter)

Nichtnumerische Bezeichnungen

  • B+ - Batterieplus am Drehstromgenerator
  • B– - Batterieminus am Drehstromgenerator

Einfache Elektrik

hierbei handelt es sich um Wechselstromgeneratoren mit einzelnen Lichtspulen. Beispielsweise 17+5Watt. Eine Lichtspule mit 17 Watt versorgt das Fahrlicht mit 15Watt und das Rücklicht mit 2Watt Birne. Eine optionale Zusatzlichtspule mit 5 Watt versorgt das Bremslicht.

Das gesamte Fahrzeug funktioniert mit 6V Wechselstrom, es gibt keinen Spannungsregler. Dieses System ist Lastgeregelt. Eine Falsche Birne, 0,5Watt im Rücklicht beispielsweise lässt eine Gesamtspannung von über 6V zu. Andere Verbraucher überleben das nicht immer. Folglich kommt es zum Ausfall weiterer Beleuchtungseinrichtungen. Der Einbau einer stärkeren Birne ist ebenso nicht ohne Folgen für die gesamte Fahrzeugelektrik! LED Leuchtmittel funktionieren hier nicht, oder nur mit entsprechender technischer Anpassung siehe: Umbau auf LED Lichter

Elektrik mit Batterie und Laderegler/Ladeanlage

Diese Kombination findet man Häufig bei den "Großen" 50ern mit Fern/Abblendlicht und Blinkern. Hier wird ein Teil des Fahrzeugs, meist Scheinwerfer, Rück- und Bremslicht von einer eigenen Lichtspule und mit Wechselstrom betrieben. Die anderen Verbraucher, Blinker, Hupe werden über Gleichstrom aus der Batterie versorgt. Wir haben es also mit einem gemischten Gleich- und Wechselstromsystem zu tun! Die Simson Ladeanlage (Ist kein Laderegler!) ist nichts weiter als eine Diode zur (Einweg)Gleichrichtung und Drosselspulen, diese Lösung ist sehr einfach gehalten.

Laderegler besserer oder neuerer Mopeds sind Vergossene Bauteile welche einen Vollweggleichrichter und einen Längsregler beinhalten. Diese halten die Bordspannung je nach Ausführung konstant bei 6 bzw. 12 Volt (genaugenommen 7,5 bzw. 13,8 Volt Ladeschlusspannung der Batterie soweit vorhanden). Mittlerweile gibt es aber sehr billig weitaus effizientere Regler fertig zu kaufen oder zum einfachen Nachbau. Wer wirklich viel fährt. der Rüstet am besten gleich um auf Vape Kukosan oder Powerdynamo (Im Grunde alles das Gleiche)diese arbeiten schon mit Drehstromgeneratoren!!

Gleichstromlichtmaschine mit F-Regler

Datei:Freglerschalt.png
F-Regler Schaltbild
Datei:Fregler2.PNG
F-Regler Erklärung

Früher im Einsatz bei großen Motorrädern mit meist mehr als 125ccm. Hier kommt eine mechanische Spannungsregelung zum Einsatz. Der F-Regler ist einfach ausgedrückt ein Mehrstufiges Relais. Es schaltet die Batterie ZU oder AB und Pendelt im Betrieb immer zwischen voller, halber oder keiner Erregerspannung für die Feldwicklungen der Lichtmaschine. Hier kommt nämlich kein Dauermagnet zum Einsatz, sondern Elektromagnete (Feldwicklung) die Spannung in den Anker Induzieren. Je nach Erregerspannung sind diese Magnete stärker oder schwächer. Dementsprechend ist die Induzierte Spannung größer oder kleiner und folglich fällt die Ladeleistung aus. Die "Halbe Erregerspannung" wird über einen vorgeschaltenen Widerstand realisiert. Dieser befindet sich meist in den Wicklungen selbst und nicht im Regler. Diese Widerstand ist beim Umbau auf EL. Regler unbedingt zu entfernen!!

Datei:Fregler1.JPG
F-Regler Übersicht

Funktionsweise des F-Regler

  • (Der Motor Steht) Der Rückstromschalter trennt die Batterie vom Rest des Stromkreises um ein Rücklaufen der Batteriespannung in die Lichtmaschine zu unterbinden.
  • (Der Motor wird angelassen und dreht) Der Rückstromschalter wird mit Strom versorgt der über einer Schwelle von 6,5V bzw 13V liegt ->Strom läuft zur Batterie
  • (Der Motor Läuft Batterie ist geschwächt) Es Läuft viel Strom über die Stromwicklungicklung des Reglers, diese baut ein starkes Magnetfeld auf und schaltet den Kontakt für volle Erregerspannung -> Die Feldwicklungen bauen ein Starkes Magnetfeld auf und die Batterie wird voll geladen.
  • (Der Motor Läuft Batterie ist fast voll) Es Läuft weniger Strom über die Stromwicklungicklung des Reglers, diese baut nur noch ein schwaches Magnetfeld auf und schaltet nur den Kontakt für halbe Erregerspannung -> Die Feldwicklungen bauen ein schwächeres Magnetfeld auf und die Batterie wird schwächer geladen.
  • (Der Motor Läuft Batterie ist voll)Es Läuft kaum mehr Strom über die Stromwicklungicklung des Reglers, diese baut kein ausreichendes Magnetfeld auf und der Kontakt wird durch die Feder gegen Masse gedrückt. Die Erregerspannung bricht zusammen, wie auch das Magnetfeld der Feldwicklungen -> Die Batterie wird nicht mehr geladen.
  • (Der Motor Läuft Batterie ist voll) Dieser Zustand wird beibehalten bis die Batterie wieder schwächer wird und alles geht von vorne los.

F-Regler nochmals beschrieben auf KR26.de

Einstellanleitung Bosch F-Regler

Wer sich tatsächlich dafür entscheidet den alten Regler behalten zu wollen, oder gerade keine andere Alternative hat, kann diesen natürlich auch wieder gangbar machen. Hierzu benötigt man Fingerspitzengefühl, ein gutes Messgerät, ein Labornetzteil, kleine Schraubenzieher, Diamantfeilen und Reinigungs bzw. Schmiermittel (Ballistol). Hierzu empfehle ich dann folgende Anleitung:Einstellanleitung

Ersatz für mechanische Laderegler

Zum selberbauen für Hobbyelektroniker kein Problem: Sammlung an Schaltplänen und Reparaturhinweisen für elektr. Regler 6V und 12V Andernfalls ist man gut beraten auf fertige Universal Lösungen zurückzugreifen. Diese findet man zum Beispiel bei der Firma Laubersheimer

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Beleuchtung

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
BILUX-AS

Als Beleuchtung dienen normierte Glühbirnen mit entsprechenden Sockeln und Betriebsspannungen, passend zum Fahrzeug und Einsatzzweck. Grundsätzlich wird zwischen 6V und 12V entschieden. Die Wattzahl entnimmt man bestenfalls der Bedienungsanleitung oder berechnet diese wie oben beschrieben. Weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Sockel:

  • BA7s – Innenraumbeleuchtung (Hintergrundbeleuchtung von Tachometern)
  • BA9s – Standlicht (auch für Signalleuchten weit verbreitet)
  • BA15s – Blink-, Stopp-, Rückfahr-, Nebelschluss-, Schluss-, Tagfahrlicht- oder Kennzeichenlampen
  • BAU15s – Blinkleuchten (farbige Leuchtmittel)
  • BAY15d – Zwei Anschlusspole unten, zwei höhenversetzte Sockelpins, für Zweifadenlampe (Brems- und Schlusslicht)
  • BAX15d, BAY15d, BAZ15d – wie BA15d, jedoch mit höhen- oder gradversetzten Sockelpins

Scheinwerferlampen H4/BILUX

Die vielfältigen Typen der Lampen sind an die jeweils originär bestückte Lampe gebunden. Eine Änderung führt zu ungenügender Lichtleistung oder zu thermischer Überlastung

  • R2-Zweifadenlampe, Sockel P45t (Verwendung für Abblend- und Fernlicht, „BILUX“-Lampe, Warenzeichen von Osram)
  • Zweifadenlampe, Sockel BA20d (Verwendung für Abblend- und Fernlicht, Zweiräder von 15/15 W bis 35/35 W)
  • H4-Halogen-Zweifadenlampe, Sockel P43t (60/55 W, Verwendung für Abblend- und Fernlicht)

Sockelbezeichnungen für Kfz-Glühlampen

Soffittenlampe

Eine Soffittenlampe ist ein kleines zylindrisches Leuchtmittel niedriger Leistung, dessen stumpfkegelige Kontakte an den beiden axialen Enden liegen. Das mittige dünnwandige Glasrohr (keine Halogenlampe) ist an den Enden verjüngt und abgeschmolzen. Hier tritt je ein Kontaktdraht aus, der mit dem axialen Loch der vernickelten, aufgekitteten Messingkappe verlötet ist. Sind die kegeligen Enden in Rillen, Löcher oder Mulden der federnden Kontaktbleche eingesetzt, lässt sich die Lampe rundum drehen. Das in Form geblasene Glasrohr bietet Sitz für die Kontakthülsen und kann dazwischen mehr oder weniger aufgeweitet sein. Anwendungsbereiche sind beispielsweise Kennzeichen- und Innenraumbeleuchtung von Kraftfahrzeugen oder Spielzeug.

  • D6,3 × L30 mm (Form wie Feinsicherungen)
  • D8, L31 mm
  • D11, L39 mm
  • SV8,5-8, D10, L36 mm, für Schluss-, Kennzeichen- oder Innenraumleuchten im Kfz

Bajonettsockellampe

Der Großbuchstabe in der Bezeichnung gibt Auskunft über die Bauform. Das „B“ steht für Bajonettsockel. Folgt ein „A“, so steht diese Kennzeichnung für Automotive (Anwendung des Sockels im Automobilbereich). Folgt danach ein „Y“, so steht das für die Farbe yellow (gelb). Fehlt das „Y“, ist die Farbe weiß. Die Zahl ist der Durchmesser des Sockels ohne Bajonettnippel, angegeben in Millimetern.

Der Kleinbuchstabe gibt die Anzahl der Fußkontakte neben dem gemeinsam umlaufenden Metallkontakt an.

  • s single (einer)
  • d double (zwei)
  • t triple (drei)
  • q quadruple (vier)
  • p penta (fünf)

Hinter einem Bindestrich können zuletzt weitere Merkmale zur Spezifizierung angegeben sein.

Beispiel: In der Abkürzung B15d steht B für Bajonett-Sockel, 15 für 15 mm Durchmesser der Sockelhülse, d für zwei Fußanschlüsse. BA15s entsprechend für eine Bauform mit einem Fußanschluss (single).

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USB Ladeschaltung für die Bremslichtspule

Wie oft wünscht man sich, auf einer längeren Tour mit dem Moped, während der Fahrt das Handy oder Navi laden oder betreiben zu können. Relativ einfach lässt sich dieses Problem lösen: Eine Bremslichtspule mit 5Watt sind in fast allen Mopeds vorhanden, falls nicht lässt sich diese Spule fast immer huckepack auf die Lichtspule setzen. Längere Schrauben vorausgesetzt. Diese Spule erzeugt die ganze Fahrt über Strom der nur ab und an beim Bremsen benötigt wird. Das machen wir uns zu Nutze! Der Ungeregelte Wechselstrom der Bremslichtspule muss zum einen Gleichgerichtet werden und zum anderen auf 5 Volt oder besser 5,5 Volt stabilisiert werden. Zur Gleichrichtung kann man einen fertigen Brückengleichrichter oder 4 einzelne Dioden verwenden. 1 Ampere und 25v sollten die Bauteile allerdings aushalten. Im Leerlauf haben wir eine Spannung um die 20V und unter Last fließen knapp 1 Ampere Strom. Wird gebremst, läuft der Strom von alleine am Gleichrichter vorbei und das Bremslicht leuchtet. In dieser Zeit wird natürlich nicht über USB geladen. C-148-2018-3.png Bestelliste:

1x U1: LM7805CT (min. 1A Out)
1x B1: Brückengleichrichter z.B. B80C1500B oder vergleichbar
2x C1/C2: 100nF Ceramic Kondensator (min. 50v)
1x C3 1000uF ElKo (min. 50V)
2x C4/C5 470uF ElKo (min. 50V)
1x C6 100uF ElKo (min. 16V)

Empfohlen sind Sicherungen mit je 1 Ampere, aber Flink

Optional LED Statusanzeige "5V OK"
1x R1 ca. 220OHM für rote LED
1x D6 Rote LED nach belieben

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